Fondsmanager Beckers: Die SaaSpocalypse hat reale Gründe

Shownotes

In dieser Ausgabe sprechen Jan und Christoph über die Erschütterungen an den Märkten und was dahinter steckt. Zum einen ordnet Jan den Iran-Krieg ein: kurzfristig Unsicherheit, aber mittelfristig womöglich mehr Chancen als Risiken. Außerdem erklärt er, warum er Zinssenkungen trotz steigender Ölpreise weiterhin für realistisch hält.

Der Kern der Folge ist der Software-Abverkauf. Adobe, Microsoft, ServiceNow - viele der großen SaaS-Namen haben massiv verloren. Jan erklärt, warum er den Sell-off für fundamental begründet hält: Nicht Vibe-Coding allein ist das Problem, sondern dass Software-Anbieter sich künftig viel stärker gegenseitig in die Quere kommen werden. Und warum BIT Capital das Software-Exposure deshalb konsequent abgebaut hat, zugunsten von KI-Infrastruktur.

Außerdem: Wie viel Code schreibt KI schon heute – und was bedeutet das für Rechenleistung, Chips und Energie?

Habt ihr Feedback, Kritik oder Anmerkungen? Habt ihr Fragen, die wir in einer der nächsten Folgen besprechen sollen? Schreibt uns an beckers-bets@financefwd.com.

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00:00:00: Risiko-Hinweis.

00:00:01: Die Inhalte dieses Podcast dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr, und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.

00:00:12: Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlungen, Anlageberatung oder ähnliches.

00:00:17: Ihr entscheidet selbst was ihr macht!

00:00:34: Im Januar haben wir hier ja den Jahresausblick gemacht und haben da schon gesehen oder du hast beziehungsweise gesagt, dass geopolitische Schocks wohl das Hauptrisiko für das Jahr zwanzigzehnt sein könnten.

00:00:45: Jetzt haben wir den Krieg im Iran.

00:00:46: der ist ja so ein geopolitischer Schock auch wenn man ja so'n bisschen Zeit hatte sich fast schon darauf vorzubereiten weil sie das immer wieder angekündigt hat, dass es hier zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen könnte.

00:00:56: Wie bewertest Du jetzt diesen Krieg in dem Iran?

00:00:59: Ja, ich glaube kurzfristig ist sowas natürlich immer erst mal Unsicherheit für die Märkte und Kurzfristig heißt es natürlich auch Energiepreise steigen.

00:01:11: Ölpreise sind natürlich geklettert hat Gaspreise Sind gekletterd.

00:01:16: das führt dann wiederum natürlich zu Folgewirkungen in anderen Märkten beispielsweise an einigen koreanischen oder asiatischen Börsen im Zusammenhang mit für Leverage, der da im Spiel war.

00:01:28: Da hat man einen ganz besonders starken Sell-off gegeben und ich

00:01:34: glaube

00:01:36: diese Unsicherheit bleibt im Markt jetzt erst einmal bestehen.

00:01:39: Ich glaube aber dass das Potenzial was eigentlich da ist eher auch ein Positives sein könnte weil wir haben eine Situation wo wirklich neunzig Millionen Menschen teilweise sehr hoch qualifizierte smarte Leute irgendwo weitestgehend von der Weltwirtschaft abgeschnitten waren, definitiv vom westlichen Teil der Weltwirtschaft.

00:02:02: Und wenn alles jetzt vernünftig aufgeht und die ersten Tage sehen jetzt militärisch auch erstmal positiv aus sich der USA und Israel könnte es eben dazu führen dass eben ein einfach sehr viele Menschen im Iran in Zukunft in Freiheit leben können, sich wirtschaftlich frei entfalten können.

00:02:23: Wir darüber auch wieder viele positive Wechselwirkungen uns erwarten können und vielleicht auch der ganze Mittel ist so ein bisschen seinen Ruf als Krisenherd vielleicht auch irgendwann ablegen könnte.

00:02:36: Und das wäre dann sicherlich eine insgesamt sehr, sehr positive Auswirkung.

00:02:41: wann es soweit ist und ob es so weit ist, weiß man natürlich nicht.

00:02:44: Aber erst mal würde ich schon sagen die Menschen im Iran und man sieht sehr überall dass das ist ein sehr freudiges Ereignis in Summe für die Märkte.

00:02:55: Es ist natürlich erstmal weitere Unsicherheit an der Stelle gewesen wobei auch interessanterweise In Israel sind die Börsen gestiegen direkt als es losging nämlich in Erwartung das vielleicht dass dieses eingreifende USA auf eine mittel- bis langfristige Lösung dieses Konfliktes hindeuten könnte.

00:03:17: Dann sprechen wir noch mal etwas genauer über das Thema Ölpreis, das ist ja wahrscheinlich die größte Sorge auch der Finanzmärkte.

00:03:24: Denn wenn der Öl preis steigt dann wird natürlich kurzfristig das Öltäurer und das sorgt aber natürlich auch dafür, dass dann quasi so in der Zeitrundeneffekt auch die Inflationen steigen wird bleiben oder sogar steigen könnten, das mögen die Aktienmärkte dann ja natürlich gar nicht.

00:03:39: Denkst du dass Zinssenkungen dir Donald Trump auch vehement gefordert hat in der Vergangenheit jetzt erstmal vom Tisch sind damit?

00:03:45: Das glaube ich nicht!

00:03:47: Ich würde schon davon ausgehen, das wahrscheinlichste Szenario auch wenn man sich quasi an dieser Stelle mal wieder die Prediction Market zu Hilfe nimmt ist ja weiterhin dass es eine Lösung innerhalb von ein bis zwei Monaten gibt.

00:04:01: Das ist zumindest das, was gerade auf Polymarket und den anderen Märkten gepreist wird – und die sind relativ gut bei diesen Predictions.

00:04:09: Insofern würde ich auch davon ausgehen, dass das das Szenario ist und natürlich eine Zeit ist erhöhter Unsicherheit und in dieser zeitlich erhöhte Ölpreise.

00:04:19: Es könnte aber natürlich auch dazu führen wenn der Iran dann irgendwann wieder ein freies Land ist dass einfach auch gewaltige weitere Vorräte auf den freien Markt dann an der Stelle kommen.

00:04:30: Und natürlich, wenn es insbesondere insgesamt gelingt die Unsicherheit hier in der Region damit zu verringern wäre das insgesamt sicherlich auch für die Märkte ein sehr positives Ereignis.

00:04:42: Zinssenkungen in den USA würde ich weiterhin mit rechnen Auch weil wir an anderer Stelle sehen, dass AI immer stärker disinflationäre Effekte in der Wirtschaft haben sollte und damit AI letzten Endes auch dafür sorgen kann, dass Inflation runterkommt und eben den Raum für Zinssenkung eröffnet.

00:05:08: Insbesondere dann wenn Folgendes passiert – das ist sicherlich gerade ein heiß diskutiertes und teilweise beginnendes Thema Wenn eben der zunehmende Einsatz von AI dazu führt, dass Teile von White Color Work automatisiert werden können.

00:05:27: Da gab es ja kürzlich das Announcement beispielsweise vom Block, der Company von Jack Dorsey ehemals Twitter oder Ex-Grunder jetzt ein sehr bedeutendes Fintech in den USA die angekündigt haben, dass sie von ihren Zehntausend Mitarbeitern Und ihr habt sehr mit AI überschrieben, am Ende hat sich von viertausend Kollegen trennen werden.

00:05:52: Weil sie sagen, AI Produktivität führt dazu dass Sie dort eben diese Menschen freisetzen werden und das ist natürlich eine Nachricht auf die der Markt erstmal sehr positiv reagiert hat mit ich glaube etwa plus zwanzig Prozent für Block unterstellt sich natürlich die Frage wie geht es an dieser Stelle weiter wenn mehr und mehr Firmen insbesondere auch Tech Firmen auf diesen Zug aufspringen.

00:06:19: Also wenn ist natürlich dann die Frage sehen wir, dann steigende Arbeitslosigkeit?

00:06:24: und die wahrscheinliche Antwort darauf ist ja.

00:06:27: das sollte wahrscheinlich nicht alles in kurzer Zeit mit neuen Jobs oder neuen Beschäftigungs- oder auch neuen Gründigungsmöglichkeiten, die sich auftun können her als Folge oder als Chance von AI.

00:06:41: er sollte sich das wahrscheinlich nicht kurzfristig ausgleichen.

00:06:44: Ja, man sagt immer es entstehen ja auch neue Jobs.

00:06:46: Wenn welche wegfallen aber die Leute sind nicht gleich qualifiziert um diese neuen Jobs dann natürlich dann auch wahrzunehmen.

00:06:51: deswegen wird eine weile dauern bis man hier natürlich auch wieder die leute vielleicht in arbeit einfach bringt.

00:06:57: Aber ganz spannend zu dem thema.

00:06:58: wenn du jetzt block ansprichst das letzte mein der folge.

00:07:00: da haben wir nämlich gesagt oder du besser gesagt dass k i wahrscheinlich manche bronchen schneller disruptieren wird als man bisher denkt und kurz danach ging das los dass dieser celloff im software bereicher eben kam.

00:07:11: Wir haben ja die ganzen Saas-Anbieter vor allem gesehen, weil es eben jetzt diese Theorie gibt dass man ja mit Claude zum Beispiel sehr viel Software sich selbst bauen könnte.

00:07:21: Ist das wirklich so eine große Gefahr?

00:07:22: Muss man das?

00:07:23: kann man da vor allem alle Saasfirmen über einen Kamm scheren oder muss man da ein bisschen genauer draufschauen?

00:07:27: Genau, so einmal zu dem was in den Märkten passiert ist.

00:07:30: Da gab's ja einen sehr großen Cell auf bei vielen oder eigentlich bei allen Saasunternehmen.

00:07:35: der hatte letztes Jahr leicht und schleichend angefangen und hat sich dann dieses Jahr eben sehr beschleunigt an der Stelle.

00:07:43: Beispielsweise hat ein Adobe wahrscheinlich etwas mehr als fünfzig Prozent verloren, viele andere Firmen teilen sogar noch mehr.

00:07:53: auch in Microsoft hat etwa zwanzig Prozent oder fünfundzwanzig prozent infolgedessen zwischenzeitlich verloren.

00:08:00: und die Sorge ist an dieser Stelle nicht nur dass mögliche Software jetzt von jedermann sich eben mal so selbst gekoded wird Das ist sicherlich für einige kleinere, weniger umfangreiche Softwareprodukte durchaus ein Risiko.

00:08:18: Die andere Sorge ist natürlich wenn Software in Zukunft viel leichter und schneller günstiger erstellt werden kann dann führt es auch dazu dass viel mehr Softwareanwieter sich mit ihren Produkten untereinander in die Quere kommen, dass eben nicht mehr vielleicht jedermann so in seiner geschützten kleinen Nische mit zwei drei Wettbewerbern ist sondern das viel mehr Software Anbieter eben Produkte anbieten.

00:08:44: Die eben mit ihren Wett Bewerbern überlappen und wo es deshalb zum Wett bewerbt.

00:08:49: Da gab es beispielsweise jetzt auch kürzlich noch das Statement vom CEO von ServiceNow, der denkt dass seine Produkte jetzt auch einen großen Teil von Salesforce ablösen können oder von Workday.

00:09:02: Und ich glaube diese Überschneidungen in den Produktportfolien werden zunehmend damit eben die Preissetzungsmacht.

00:09:09: und an anderer Stelle gibt's eben auch ganz viele Software Discounter, die dann auf den Markt kommen werden.

00:09:16: Beispielsweise gibt es Softwareanbieter, die bei Kunden identifizieren, deren bestimmtes Produkt an der Stelle verwenden.

00:09:25: Sagen wir mal irgendwie vielleicht ein HR-Produkt von Workday dafür irgendwo vielleicht einen siebenstelligen Betrag pro Jahr zahlen und die dann auf diese Unternehmen zu gehen und sagen, pass auf!

00:09:34: Wir bieten euch das selbe Produkt an, vielleicht irgendwo achtzig, neunzig Prozent der Features aber zu zehn Prozent der Kosten.

00:09:41: Und das alles sorgt natürlich für potentiellen Druck auf erziehbarere Preise kann aber auch dazu führen.

00:09:49: Dazu gibt es auch einige Indikatoren, dass einfach die Kunden von Unternehmenssoftware sich definitiv nicht mehr auf allzu lange Verträge kommenten wollen weil vielleicht ist Software eben nächstes Jahr ja schon viel günstiger und dann wird man zumindest keine langen Verträge mehr abschließen.

00:10:05: insofern gibt's durchaus relativ viele reale Gründe für den Sell-off.

00:10:12: Es kann natürlich an der anderen Stelle auch viele Gründe geben, warum in einer Welt wo Software immer mehr gebraucht wird und immer mehr Software eingesetzt wird.

00:10:22: Natürlich andere Anbieter beispielsweise die von Infrastruktur, Software oder auch Cyber Security durchaus profitieren konnten.

00:10:30: aber letzten Endes kämpfen natürlich auch die wiederum mit besagten potentiell negativ Effekten.

00:10:36: und was dann am Ende überwiegt ist eben noch nicht ganz klar.

00:10:40: Und was dann natürlich auch in Zukunft ist, typischerweise in so einem Cell-off wird erstmal wieder alles mitverkauft.

00:10:48: Selbst wenn es am Ende gar nicht gerechtfertigt ist und nur irgendwann später erholen sich die Unternehmen, die eigentlich davon profitieren oder zumindest die in ausgewogene Art und Weise positiv und negativ betroffen sind.

00:11:00: Das kann natürlich dann auch durchaus Chancen eröffnen.

00:11:04: Wie gesagt, einzelne Software-Unternehmen haben teilweise achtzig Prozent ihres Marktwertes verloren und das obwohl das inzwischen profitable und weiterhin wachsende Unternehmen sind.

00:11:14: Gut da ist natürlich dann das Problem dass die Börse auch die Zukunft natürlich bewertet klingt immer wie eine Phrase aber so ist es natürlich dann.

00:11:20: also weil jetzt vieles drin.

00:11:21: ich würde nochmal ein paar Punkte rausgreifen.

00:11:23: Zum Beispiel, wenn du sagst Cyber Security könnt ihr wieder ein Thema werden.

00:11:26: Liegt es auch daran dass jetzt immer mehr Leute wirklich versuchen hier ihre eigene Software zu bauen und dann natürlich da auch sehr viele Einfaltstore sich vielleicht selber herstellen?

00:11:35: Das kann auf jeden Fall auch dazu beitragen.

00:11:39: ich denke die meisten die sich diese eigene Software stellen das sind ja jetzt häufig auch eher kleinere Unternehmen Freelancer die damit jetzt selber ihre eigenen Tools basten.

00:11:50: Das sind in der Regel aber auch nicht die großen Kunden von Cybersecurity, unter die zumindest relativ gesehen sind das eher die kleineren Ausgaben.

00:12:03: Trotzdem wird Cybersecurity wahrscheinlich ein Thema sein was aus viel Gründen immer mehr Nachfrage Er sehen wird natürlich auch angesichts der angesprochenen geopolitischen Themen, aber auch weil eben diese vielfach ja auch schnell auf den Markt geworfen neues Software neue Lücken haben könnte.

00:12:26: Man kann aber auch das Gegenteil verargumentieren und kann sagen eigentlich ich habe mal so ähnlich wie Beim autonomen Fahren.

00:12:34: nach einer gewissen Zeit, wo sich das System eingeübt hat fährt das ganze deutlich fehlerfreier als der Mensch es an dieser Stelle tut.

00:12:42: Und auch das könnte hinter ein Effekt sein dass einfach natürlich sowohl in der Abwehr gegliche mögliche Cyber Security von AI unterstützt wird aber auch das im Schreiben vielleicht irgendwann AI eigentlich die sichere Software erstellen könnte.

00:12:59: und das sind alles ich sage mal Faktoren, die quasi sehr viele Wechselwirkungen haben und das macht es dann immer komplex.

00:13:08: Insbesondere auch wenn man sagt man möchte noch das Timing darauf dann auch richtig machen.

00:13:13: Das klingt aber ja schon so dass wir gerade in der Phase von sehr großer Unsicherheit leben.

00:13:17: was das Thema Software und die weitere Prognose der mancher Firmen hier auch angeht geht es aber wirklich auch wenn du sagst vorhin Große Software-Filme haben viel verloren, Microsoft hast du auch angesprochen zum Beispiel.

00:13:29: Microsoft ist doch so groß und macht ja auch viel mehr als Software.

00:13:32: Ist es da dann trotzdem so eine Gefahr nach diesem Abverkauf?

00:13:35: Ist das jetzt vielleicht schon langsam Niveau erreicht wo man wieder einsammeln kann?

00:13:39: oder sagst du dass immer noch so ne unsichere Lage eben dass man gar nicht weiß wer profitieren kann?

00:13:43: Ich glaube, das kann man an der Stelle wirklich was Microsoft angeht nicht eindeutig bewerten.

00:13:52: Da mag man seine eigene These drauf haben.

00:13:55: aber wir sehen gerade so eine Entwicklungsgeschwindigkeit auch was grade wiederum die Verbesserung eben der AI angeht dass vielleicht auch Thesen jetzt noch richtig sind dann spätestens mit der nächsten Version sich auch wieder ändern.

00:14:11: Wenn wir einfach mal dem Gründer von Entrophic, der aktuell eigentlich die beste AI haben folgen geht er von gewaltigen Steigerungen der Möglichkeiten der AI nicht nur in der Software Entwicklung dieses Jahr Und er geht eigentlich davon aus, dass wir dort gerade auf einem sehr, sehr exponentiellen Fahrt unterwegs sind.

00:14:32: Das führt dazu, dass es echt komplex ist das zu beurteilen.

00:14:35: Microsoft besteht aus sehr vielen Geschäftsteilen natürlich insbesondere auch dem Cloud Computing-Geschäft.

00:14:42: Microsoft könnte natürlich als Bereiteranbieter mit einem extrem breiten Spektrum an Softwareprodukten von Konsolidierung profitieren.

00:14:54: Und aufgrund der OpenAI-Partnerschaft, weil auch Microsoft für uns ganz zu Beginn im AI-Zeitalter ist Anfang ... ... zwanzig, dreinzwanzig in unsere sehr größten Positionen.

00:15:05: Da muss man aber sagen Sie haben im letzten Jahr zumindest deutlich weniger gute Produkte abgeliefert als der Wettbewerb und insofern Das kann sich aber auch wieder ändern.

00:15:18: Insofern bleibt es einfach dort ein sehr, sehr dynamisches Spielfeld und da würde ich mich jetzt nicht darauf festigen dass die gerade zwingend unterbewertet sein müssten.

00:15:28: Das heißt also Software ist weiterhin nicht so ein Favorit von euch muss man so auszudrücken.

00:15:32: vielleicht kommt das wieder.

00:15:34: ihr setzt weiterhin stark auf KI-Infrastruktur habe ich in eurem Newsletter kürzlich gelesen.

00:15:39: das heißt das ist auch weiterhin so.

00:15:40: das große Thema für dich

00:15:42: Das ist absolut so.

00:15:43: Wir haben ja schon länger verhältnismäßig wenig in Software investiert, weil wir einfach Software immer relativ teuer fanden.

00:15:51: Letztes Jahr haben wir dann die Exposure nochmal heruntergefahren, weil wie eben einfach diese Gefahr der schwindenden Mode gesehen haben... ...wir sind aber auch nicht davon ausgegangen dass es dann gleich in so einem versandten explosiven Verfall endet und wir am Anfang des Jahres unser Portfolio noch mal weiter umgestellt und denken, dass wir aktuell mit einem sehr AI-infrastrukturlastigen Thema besonders gut aufgestellt sind.

00:16:18: Weil wir denken das unser AI infrastrukturlastiges Thema einerseits ein sehr hohes Wachstum vor sich haben wird dieses Jahr und andererseits eben gerade diese AI Disruptionsthemen sich an der Stelle nicht oder ganz viel weniger stellen Weil klar ist, wenn mehr AI eingesetzt wird und das ist absolut klar bei der Qualität der Modelle und dem was sie uns inzwischen an Arbeit abnehmen können.

00:16:47: Ist ganz klar Chips vibe mein Engpass Memory auf das wir stark gesetzt haben bleibt auch viel viel länger als die Menschen gedacht haben ein Engpass.

00:16:58: Energie in den USA insbesondere bleibt einen Engpass Und das sind alles Themen, die nicht durch AI in irgendeinem näheren Zeitraum disrupted werden an der Stelle und insofern teilweise auch zu durchaus attraktiven Bewertungen dort notiert werden.

00:17:19: Insofern glauben wir, dass der Markt unterschätzt immer noch in welchem Maße im Folge eben der massiven Qualitätssteigerung der Modelle im Jahr in Demand sein wird.

00:17:36: Insofern fühlen wir uns mit einem inzwischen sehr AI-infrastrukturlastigen Portfolio gerade für diese Entwicklung ziemlich gut

00:17:43: aufgestellt.".

00:17:45: Um da auch noch mal paar Zahlen zu nennen, rund vier Prozent aller weltweiten Codeänderungen stammen aktuell schon von der KI Claude und die interne Prognose von Anthropic ist das bis Jahresende es über zwanzig Prozent sein könnten?

00:17:56: Ist das sogar ein bisschen konservativ geschätzt?

00:17:58: Ich denke, das könnte darüber hinaus erlaufen.

00:18:01: Also wenn ich mich mit sehr erfahrenen Software-Engineuren unterhalterein sage, die haben eigentlich in den letzten zwei drei Monaten aufgehört wirklich selber Code zu schreiben und managen eher dort ihr Portfolio von AI Agenten, die für sie Code schreiben und quasi mit von ihnen geführt werden?

00:18:21: Und ich glaube, das sind sicherlich Vorreiter aber ich glaube der der Trend an dieser Stelle lässt sich gar nicht mehr aufhalten.

00:18:30: Gut, wenn wir noch ganz kurz auf Krypto schauen wollen das ist ja auch vielleicht ein Thema was mir nochmal ganz gut zum Anfang passt denn eigentlich wurde ja mal der Kryptobereich auch genannt als Krisenwährung, als neues Gold quasi.

00:18:41: aber wir sehen in den letzten Monaten schon dass Kryptodurchaus Schwierigkeiten hat und jetzt auch in die letzten Monaten gar nicht profitieren konnte von steigenden geopolitischen Risiken.

00:18:52: Ist das jetzt mittlerweile wirklich eins zu eins am Tech Exposure angelegt?

00:18:55: Nee, das glaube ich nicht.

00:18:57: Crypto hat natürlich immer seine eigenen zusätzlichen Faktoren die es bewegen und in den letzten wahrscheinlich sechs Monaten war einer der wesentlichen Marktfaktoren natürlich dass viele Menschen Angst vor dem Cycle an dieser Stelle haben und dem natürlich auch gerne etwas zu vorkommen wollten.

00:19:20: Es hat sich einfach geäußert in Folge von am Ende des Spiegeln Angebot und Nachfrage.

00:19:25: Letzten Endes natürlich den Preiseinfolge von insgesamt stark sinkenden Kryptopreisen.

00:19:32: auf der anderen Seite muss man ja auch sagen, Gold ist er in den letzten ein zwei Jahren wirklich mit einer massiven Rallye ein sehr guter und der bessere Ersatz eigentlich für die Debasement-Tese also die Tese das Fiat Währungen viel weniger wert sein werden geworden.

00:19:50: Insofern gab es eigentlich viele Gründe an der Stelle dafür, die man insbesondere anführen kann warum Krypto in den letzten sechs Monaten nicht gut performt hat.

00:20:04: Es spricht aber auch viel dafür dass sich dieses irgendwann im laufe dieses jahres wieder drehen wird insbesondere weil natürlich auch der faktor dressig oder fünfundreißig im wert den ich sag mal bitcoin versus gold wert ist er vielleicht ja ich sage mal einen sagen wir fakturlich bei etwa dreißig vielleicht jetzt heute ein ziemlich hoher faktor isst an der stelle und irgendwann ist der verkaufsdruck an der Stelle dann auch mal raus.

00:20:36: Ich würde sagen, Krypto wird sich wahrscheinlich im Laufe des Jahres entkoppeln davon dass es einfach traded wie Software vielleicht schon in den nächsten Monaten.

00:20:47: Vielleicht irgendwann in drei sechs neun Monaten und wir wissen das nicht ganz genau ist.

00:20:51: Timing von solchen Entwicklung ist immer sehr schwer.

00:20:55: Mittel- und langfristig spricht natürlich insbesondere in einer von AI dominierten Welt weiterhin viel für den Wert von Krypto und ich glaube, dass auch AI und Kryptos sich insgesamt sehr viel befruchten können.

00:21:09: Weil eben ganz viele dieser AI-Agenten die ja für uns künftig Transaktionen ausführen sollen wahrscheinlich eine Vorliebe haben werden dies irgendwie in wirklich digital nativen Währungen zu tun.

00:21:24: Aber aktuell wenn wir jetzt hier sehen Kryptowährung unter Druck, Tech-Aktien bzw.

00:21:28: Softwareaktien Unterdruck jetzt noch dieser geopolitische Schock den wir am Anfang thematisiert haben herrscht insgesamt so ein bisschen der vermehrte Risk of Stimmung an den Märkten.

00:21:37: gerade.

00:21:37: also werden vielleicht sogar defensive Werte gerade wieder spannend.

00:21:41: In den ersten zwei Monaten des Jahres war es definitiv so da haben die Werte deutlich outperformed.

00:21:49: Es gibt immer einfach mal wieder so Phasen wo am Ende eher Extrems-Aktienlaufenden, wo ihr Valuewerte laufen.

00:21:57: Und ich glaube... Ich würde ja daraus jetzt nicht ein Zwinglängerfristigen Trend an der Stelle ableiten.

00:22:05: Ich glaube wir leben tatsächlich in einer Welt tatsächlich erhöht und Unsicherheit.

00:22:10: Das wird für zunehmend Volatilität sorgen.

00:22:14: Diese Volatilität kann sich aber sowohl in sehr gut laufenden Aktien merken als auch schlecht laufenden Aktienmärkten äußern.

00:22:24: an der Stelle.

00:22:26: Und genau, gibt glaube ich sehr viele Gründe dafür dieses Jahr optimistisch zu sein aber es gibt auch sehr sehr viele Szenarien die dem wiederum ein Strich durch die Rechnung hat können.

00:22:37: Dann

00:22:37: würde ich abschließen um die ganze Klammern nochmal zu schliessen vielleicht noch mal fragen wie du dich jetzt oder ihr euch verhaltet wenn so einen geopolitischer Schock eben kommt.

00:22:45: wir haben ja gehört was alles passiert ist.

00:22:47: Wie macht man das am besten?

00:22:48: Also zum Thema Risikomanagement.

00:22:50: Wenn jetzt

00:22:50: z.B.,

00:22:50: man merkt, okay es baut sich so eine Spannung auf von einem Wochenende reduziert vielleicht lieber mal meine Anteile weil Wochenende kann ich ja nicht handeln falls irgendwas passiert wird ist Wochenende.

00:22:59: oder muss man wirklich auch wenn solche geopolitischen Shocks vor vorkommen langfristig denken und sagen Auf lange Sicht sind die Sachen immer gestiegen Und wenn wir in twenty dreißig Jahren drauf schauen sieht man vielleicht nur den kleinen Zacken nach unten und es geht trotzdem weiter bergauf.

00:23:14: Also wir hatten im Februar aus verschiedenen Gründen beispielsweise im Global Technology Leaders Fund etwa, ich sag mal in etwa fünfzehn Prozent Cash Position aufgebaut.

00:23:27: Weil wir einfach eine Ansammlung vermehrter Risiken an der Stelle gesehen haben.

00:23:35: Wir hätten zusätzlich noch ein paar Hatches gekauft die aber erst greifen wenn es wirklich deutlich runter geht.

00:23:44: Und dann haben wir als letzten Endes der Krieg ausgebrochen ist, nicht mehr weiter verstärkt darauf reagiert.

00:23:52: Weil wie gesagt es gibt viele sehr positive Szenarien wenn wir eine gute Lösung schlussendlich hinbekommen und aktuell muss man sagen ist die Kampagne ja durchaus vielversprechend angelaufen.

00:24:07: an dieser Stelle Halt ich das für einen insgesamt für die Welt sehr, sehr positives Ereignissen.

00:24:13: Die wirklich sehr negativen Szenarien glaube ich haben eine viel, viel geringere Eintrittswahrscheinlichkeit und deswegen haben wir dann jetzt als es so weit war nicht mehr zusätzlich darauf reagiert sondern haben eher einfach unseren Blick auf.

00:24:28: wo glauben wir?

00:24:28: weil?

00:24:29: dass wird am Ende für unsere Portfolien viel wichtiger sein.

00:24:32: Wo glauben wir?

00:24:33: stellen wir uns am besten auf Für den weiterhin sich beschleunigenden AI-Boom.

00:24:39: Und das wird sicherlich das Wichtigste oder wird in den meisten Szenarien, die wir vorher sehen, das Wichtigste sein für twenty, sechsundzwanzig.

00:24:50: Wunderbar Jan!

00:24:50: Dann Dankeschön für die aktuellen Einschätzungen und guten Tag dir und bis zum nächsten Mal.

00:24:55: Ich danke dir auch Christoph, ciao!

00:24:57: Ja liebe Zuhörer, danke euch für eure Zeit.

00:24:59: wenn ihr Fragen habt Anmerkungen oder Feedback dann schreibt uns gerne.

00:25:02: die E-Mail-Adresse findet ihr in den Show Notes.

00:25:05: Danke fürs zuhören.

00:25:06: Bis zum nächsten mal.

00:25:13: Dieser Podcast wird euch präsentiert von Bit Capital und Finance Forward.

00:25:18: Die Produktion sowie die redaktionelle Verantwortung für die Inhalte liegen bei der POTSTARS GmbH.

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