Stabile Zinsen in den USA und strukturelle Probleme in Deutschland: Wie geht es mit der Wirtschaft weiter?

Shownotes

Die kürzliche Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen stabil zu halten, hat die Finanzmärkte beeinflusst. Trotz der starken US-Wirtschaft hat die FED signalisiert, dass die Zinsen länger auf einem höheren Niveau bleiben könnten. Dazu sagte Fondsmanager Jan Beckers: „Sie hat konsequent gehandelt. Die US-Konsum- und Arbeitsmarktdaten bleiben stark." Diese Entscheidung hat besonders Technologieaktien beeinflusst und Druck auf deren Kurse ausgeübt.

Wenn ihr außerdem wissen wollt, wie Jan Beckers die momentane wirtschaftliche Lage in Deutschland beurteilt und wie er auf das dritte Quartal zurückblickt, dann hört euch die neue Folge von „Beckers Bets“ an.

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00:00:34: Hallo Jan!

00:00:35: – Hallo Christoph.

00:00:37: Als wir das letzte Mal gesprochen haben, war es kurz vor dem Fettzinsentscheid.

00:00:41: Mittlerweile haben wir natürlich gesehen und die Fett hat die Stimmung an der Börse auch so ein bisschen vermiesst.

00:00:47: Sie hat zwar auf der letzten Sitzung vor zwei Wochen den Leitzins nicht weiter angehoben aber sie hat eben auch klar gemacht dass die Zinsen wohl länger auf dem hohen Niveau bleiben werden als bisher gedacht.

00:00:58: Die US-Wirtschaft zeigt sich ja auch weiterhin stark.

00:01:00: Es gab immer wieder auch positive Daten vom Arbeitsmarkt Und von daher ist das jetzt also die richtige Entscheidung der FED, um die Inflation weiter einzudämmen deiner Meinung nach?

00:01:11: Ich denke sie hat auf jeden Fall ich sage mal konsequent gehandelt an dieser Stelle und ja mit dem dass erst bald zwar nicht direkt Zinsen angehoben hat was sicherlich eine große Überraschung gewesen wäre sondern vor allen Dingen die Message verbereitet hat.

00:01:30: Dass die Zins in länger erstmal höher bleiben müssen orientiert sich ja letztendlich an den Daten, die sie sieht.

00:01:38: Und da muss man einfach sagen, die US-Konsumdaten beispielsweise aber auch die Arbeitsmarktdaten bleiben einfach weiterhin stark und haben auch so ein bisschen dazu geführt dass eigentlich die Sorge vor einer Rezession eher noch geringer geworden ist und jetzt eher einfach ein sehr softes Landing.

00:02:00: gerade Das Hauptszenario ist an was der Markt glaubt und das führt natürlich dazu, dass allgemein Zinserwartungen insbesondere bei den längeren Laufzeiten jetzt mal Richtung fünfzehn oder dreißig Jahre.

00:02:15: er schaut, noch deutlich gestiegen sind zuletzt.

00:02:20: Und das ist natürlich jetzt erstmal für Aktien etwas was dann Aktienkurse in der Folge insbesondere auch bei Technologie-Aktien erst mal wieder etwas belastet hat wenn jetzt auch noch nicht in einem dramatischen Ausmaß.

00:02:33: Das heißt aber bleiben die Zinsen auch das wichtigste Thema und den wichtigsten Treiber für die Aktienmärkte?

00:02:39: Das dritte Quartal ist gerade zu Ende Die Earnings stehen jetzt bald wieder an.

00:02:42: braucht man da eine gute Zahlen, um auch diesen Zinseffekt zu überlagern mit guten Nachrichten?

00:02:49: Ich glaube gute Zahlen sind natürlich immer das was jedem einzelnen Unternehmen hilft und da sind glaube ich auch durchaus gute Zahlen für viele Unternehmen zu erwarten.

00:03:00: Wenn wir mal so den alternativen Daten in unserem Portfolio erfolgen.

00:03:06: Auf der anderen Seite ist es so, dass Markrow weiterhin ein Thema bleibt für die Märkte.

00:03:13: Aber sicherlich auch in den letzten Monaten gesehen, das kocht dann immer wieder ein, zwei, drei Wochen hoch, dominiert eher die Märkte und dann lösen sich manche Themen.

00:03:26: Aktuell ist es weiter zwischen der Markt-Schaut auf Zinsen, der Markt schaut auf Konjunkturdaten Und irgendwo dazwischen bilden sich dann Kurse und wir erwarten jetzt, ich sag mal das Zinsen länger höher bleiben.

00:03:43: Das ist würde ich sagen sicherlich das Basis-Szenario.

00:03:47: die Frage ist ob sie noch ein kleines bisschen von hier aus gehen weiter steigen müssen was bei den amerikanischen der Fall sein könnte aber es jetzt auch kein dramatischer Move mehr wäre.

00:03:58: und bei den europäischen spricht natürlich immer mehr dafür dass wir jetzt das Niveau gesehen haben und dann auch dort wahrscheinlich länger verhaaren, weil die Inflation zumindest in einigen Teilen noch ziemlich persistent ist.

00:04:14: Ein weiteres Thema, das die Anleger betrachten neben den Zinsen und der Konjunkturdaten sind.

00:04:18: Die Anleihrenditen in den USA sind jetzt auf dem höchsten Stand seit dem Jahr zwei Tausend Sieben gestiegen.

00:04:24: Wir sind da jetzt bei etwa fünf Prozent für zehnjährige Anleihen Und dann heißt es ja immer wieder so schnell Jetzt gibt's wieder Alternativen zur Aktie.

00:04:32: Siehst du das auch so?

00:04:33: Sind Anleiden eine echte Alternative zu Aktien?

00:04:36: Also sicherlich sind die Opportunitätskosten einfach durch die Anleihe renditen, einfach durchaus ordentlich gestiegen.

00:04:46: Sie sind auch höher noch gestiegen wenn man eben jetzt mal auf die längeren Laufzeiten guckt das heißt zehn oder dreißig Jahre und diese längeren Laufzeiten werden ja dann auch eher von Wachstums Erwartungen der Wirtschaft beeinflusst etwas weniger als die kürzeren Laufzeiten, die vor allen Dingen eben von den Entscheidungen der Notenbanken wiederum abhängen.

00:05:10: Und insofern war es jetzt so dass einfach diese stärkeren Wirtschaftsdaten wie man gesehen hat aber auch ich sag mal teilweise wahrscheinlich auch ein Vorausgriff auf wirklich sehr positive ökonomische Effekte, die wir durch AI in den nächsten Jahren gesehen haben dazu geführt haben dass einfach man jetzt mit höheren Wirtschaftswachstum rechnet und das ist in der Summe etwas was dann die langjährigen Zinsen durchaus beeinflussen kann.

00:05:39: Zusätzlich kommt noch hinzu, ist am Ende natürlich auch das Spiel von Angebot und Nachfrage.

00:05:45: Und wenn man jetzt beispielsweise mal auf China guckt die lange Jahre einfach sehr viele US Treasuries gekauft haben, die sind zu einem Netto-Ferkäufer... geworden, was zum einen mit deren Wirtschaft zusammenhängen kann.

00:05:59: Die haben ja dort auch gerade durchaus mal geringere Haushaltsüberschüsse, zum anderen aber natürlich weiterhin mit dem geopolitischen Konflikt zusammenhängend kann dass sie einfach sich nicht so viel in US-Dollar verschulden wollen, einfach aufgrund möglicher Anzitipation weiterer Verschlechterung der Beziehungen.

00:06:20: Darüber hinaus gibt es einen Teil von anderen Käufern von typischerweise langlaufenden Anleihen die jetzt auch eher gesagt haben hey auch mit kurzfristigen Anleinen verdienen wird schon ordentliches Geld Und die auch deshalb auf das Kaufen von langfristigen Anleihen verzichtet haben.

00:06:38: Auch das kann man wahrscheinlich teilweise dann in den Renditen dort sehen.

00:06:43: Jetzt haben wir also über die USA gesprochen und China auch ganz kurz angesprochen, was uns jetzt noch fehlt es vielleicht so ein bisschen der Blick mal vor die eigene Haustür nach Europa bzw Deutschland?

00:06:53: Denn viele Hörer interessiert natürlich auch, wie sieht es eigentlich hier aus?

00:06:56: Und was man immer so hört ist natürlich dass die Inflation sich auch hier abschwächt.

00:07:00: Im September lag sie immer noch bei vier Komma fünf Prozent.

00:07:03: das ist zwar das niedrigste Niveau seit Februar.

00:07:06: zwei tausend zweiundzwanzig also.

00:07:07: das Vorkriegsniveau wurde jetzt wieder erreicht.

00:07:11: allerdings haben diese Inflationsdaten noch ein bisschen verschoben denn vor einem Jahr ist es nur ein Euro Ticket ausgelaufen der Tank kaputt ist ausgelufen.

00:07:18: Wie schätzt du denn die Situation in Deutschland ein?

00:07:21: Wie geht es der Wirtschaft und wie sehr belastet dich oder deinen Anlage verhalten, die Inflation hierzulande.

00:07:27: Also ich glaube wenn wir nach Europa gucken heißt das Bild ein bisschen anderes und insbesondere natürlich auch Deutschland.

00:07:34: dann haben wir hier viel mehr ein Problem mit dem erwartbaren Wirtschaftswachstum, und das ist sowohl wenn man jetzt einmal auf den kurzfristigen Zeithorizont guckt als auch der längerfristige.

00:07:47: Weil wir natürlich insgesamt hier einfach strukturelle Probleme haben.

00:07:53: Wirtschaftlicher Natur auch verursacht teilweise eben durch politische Entscheidungen aber auch durch unsere Demografie durch andere Themen wie Menschen, die gerne einfach nur noch vier Tage die Woche arbeiten würden.

00:08:11: Also etwas plus Zichtgesetze, die dann noch neu geschaffen werden ständig dazukommender Bürokratie, wie Lieferketten-Gesetze... Das sind natürlich alles zusätzliche Belastungen für unsere Wirtschaft, die geschaffen wird.

00:08:29: Und dabei fragt man sich dann schon, wer soll das am Ende alles finanzieren und stemmen?

00:08:34: Das trügt natürlich die Laune vieler lokaler Unternehmer.

00:08:40: Und ja, das ist natürlich auch irgendwo in den Wirtschaftsprognosen wiederum sichtbar.

00:08:46: Insofern haben wir dort tatsächlich aktuell sicherlich wirtschaftliche Szenarien vor uns, die noch deutlich negativer sind als wenn wir jetzt mal in Richtung der USA oder auch in Richtung vieler Schwellenländer gucken, die einfach eine deutlich jüngere Bevölkerungsstruktur haben und teilweise noch deutlich ambitionierter unterwegs sind.

00:09:11: Jetzt hast du gerade schon die Prognosen angesprochen.

00:09:13: Das können wir mal so ein bisschen unterfüttern, denn die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben die Prognoße gesenkt.

00:09:19: Sie rechnen jetzt mit einem Rückgang von Null Komma sechs Prozent.

00:09:22: bisher Haben sie einen Wachstum von null Komma drei Prozent erwartet.

00:09:27: Bist Du wirklich auch besorgt um den Wirtschaftsstandort Deutschland?

00:09:30: da liest man ja in Sohn ziemlich'n abgesang teilweise.

00:09:33: Ich glaube wer gerade nicht besorgt ist der hat das Bild halt einfach nicht verstanden.

00:09:38: muss Man Einfach sagen Ich würde gerne einmal das Szenario sehen, was uns besonders rosige Jahre vor uns liegen sollen zeichnet.

00:09:51: Da muss man einfach sagen... Da gibt es einfach wenige Szenarien, die jetzt sehr positiv aussehen.

00:09:59: Was auf die nächsten Jahre blicken auf einen längeren Zeithorizont.

00:10:03: Gabel ist natürlich Möglichkeiten und Entscheidungen so etwas auch wieder zu drehen.

00:10:10: aber aktuell haben wir natürlich viel Gegenwind und teilweise auch viele hausgemachte Probleme vor uns.

00:10:19: Die kann man beseitigen – ich meine, wir haben es ja schon einmal vorgemacht als ich irgendwo wo, ich sag mal Mitte der Neunziger auf Deutschland und deutsche Politik geguckt habe damals als interessierter Jugendlicher.

00:10:32: Da waren wir auch in einer ziemlich schlechten Nage- und Wettbewerbsfähigkeit verschlechterte sich eigentlich dramatisch.

00:10:39: Da gab es so zwei Faktoren die uns Ich sage mal davon abgehalten haben, dass wir in einen großen Rutsch gekommen sind.

00:10:47: Einerseits muss man sagen Wir haben als Exportnation insbesondere dank starken Automobil und Maschinenbau tatsächlich sehr, sehr stark von der Globalisierung profitiert Und einfach aufgrund der Stärke vieler Unternehmen in kritischen Branchen, die gerade ja zürich auch dann, ich sag mal, Industriegüter in Export oder ich sage mal in Schwellenländer auch nach China verkauft haben.

00:11:15: Da haben wir lange Zeit relativ gut von leben können.

00:11:18: und da muss man sagen, wenn hat die Regierung Schröder es tatsächlich geschafft, dringend... notwendige Wirtschaftsreformen durchzusetzen, die vor lange Zeit von der Politik gegenseitig im Parlament blockiert wurden.

00:11:32: Und wir haben es dadurch tatsächlich geschafft Anreize für Arbeit wieder zu verbessern.

00:11:39: und ich denke ähnliche Themen werden auch jetzt nötig sein.

00:11:44: Leider ist es natürlich so dass sich manche Mehrheiten erst dann wieder ergeben wenn diese Situation eben schon besonders schlecht aussieht.

00:11:53: Und da muss man sagen, ich glaube das kann noch ein bisschen dauern bis es dann ist, dass Leid so groß ist.

00:12:04: Dass wir dann auch mal wieder bereit sind benötigte wirtschaftliche Reformen

00:12:07: anzugehen.".

00:12:08: Dazu passt ja auch, dass das britische Magazin Economist, die Deutschland im schon im Jahr und Jahr neunzehntneunzig als Krankermann Europas bezeichnet hat.

00:12:16: Und jetzt in August eben hat das Magazin wieder davon geschrieben, dass Deutschland eben wieder der kranke Mann Europas ist.

00:12:23: Das heißt aber, sind wir dieses Mal um im Bild zu bleiben dann noch kränker als Ende der neunziger Jahre?

00:12:30: Ich würde es mal so sagen Es gibt zumindest jetzt weniger Faktoren die sich automatisch Zu unseren Gunsten gedreht haben wie damals eben insbesondere diese starke Diese starke Exportwirtschaft Die ich sage uns damals einfach sehr viel geholfen hat.

00:12:52: wenn man jetzt mit Unternehmern in diesen Branchen spricht, dann ist es dort nicht gerade von demselben Optimismus an der Stelle zu spüren.

00:13:02: Es kann durchaus gute Wege geben das nochmal umzudrehen aber aktuell gehen wir einfach nicht unbedingt die richtigen Schritte dort.

00:13:19: und Ich sag mal, das ist natürlich ein großes volkswirtschaftliches Problem vor dem wir stehen.

00:13:26: Weshalb?

00:13:27: Wir investieren ja überwiegend Deutsche und auch europäische Gelder.

00:13:34: tatsächlich doppelt genau hingucken, bevor wir eben in die lokale Wirtschaft investieren.

00:13:41: Sondern wir investieren halt weltweit dort wo wir Wachstumsaussichten besonders gut finden und besonders natürlich dort, wo wir die aller stärksten Technologieunternehmen finden und da gibt es durchaus auch welche in Deutschland.

00:13:58: Aber strukturell ist es so, dass wir leider viel mehr der absoluten Gewinnerunternehmen an die wir glauben können in unseren Märkten derzeit im Ausrat finden und das natürlich auch etwas an denen wir arbeiten müssen was uns natürlich lieber wäre wenn es anders herum wäre.

00:14:15: aber wo wir sagen okay zumindest sorgen wir dann dafür dass ich sag mal mit dem was in unseren Frans investiert ist Wir zumindest dafür sorgen, dass wir mal an den besten Tech-Unternehmen weltweit beteiligt sind für unsere Anleger und damit zumindest einen Teil der daraus resultierenden Gewinne dann wiederum in unserer Volkswirtschaft halten.

00:14:37: Das heißt also ihr meidet auch tatsächlich den deutschen Markt bewusst.

00:14:40: oder gibt es jetzt noch gar nicht so die Firma in Deutschland, in die du sagen würdest?

00:14:44: Da müsste man jetzt investieren weil die sind ein Mardführer von morgen!

00:14:48: Also es ist keineswegs so, dass wir sagen, wir investieren nicht in den deutschen Markt.

00:14:52: Das absolut nicht!

00:14:53: Aber es ist ja schon seit Längerem so, das wir überproportional viele der wirklich guten Tech-Unternehmen eben nicht in Deutschland finden.

00:15:04: Es gibt immer wieder Ausnahmen und dann investieren wir auch gerne hier.

00:15:08: Es ist aber trotzdem natürlich so, sehen wir zusätzlichen Schub durch eine gute Volkswirtschaft, durch gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen in die wir investieren.

00:15:24: Dann muss man einfach sagen dann ist Deutschland leider kein Land, indem wir gerade gute Rahmenbedingung für uns schaffen.

00:15:32: aus vielfältigsten Gründen.

00:15:34: und ich sage mal es ist dann auch immer leicht auf Politik zu schimpften.

00:15:38: aber am Ende muss man sagen das ist sehr schwer als Politiker sich eben zu bewegen.

00:15:47: Mit Blick auf die Wiederwahlen, die dann sehr bald auch wieder anstehen und am Ende muss man ja auch sagen das was die Politiker gerade machen entspricht ja auch zu großen Teilen dem was auch viele Teile der Bevölkerung für richtig halten Und insofern würde ich da jetzt auch gar nicht in irgendeine Politiker-Schelte verfallen, sondern es ist leider, indem wir sind einfach gerade ein relativ sattes Land an der Stelle geworden.

00:16:15: Das ist natürlich nicht gut für unsere weitere maximus Perspektiven gerade!

00:16:23: Wir wollen ja auch gar nicht zu politisch werden hier im Podcast, aber vielleicht kann man an einer anderen Stelle nochmal genauer darüber sprechen.

00:16:29: Wir wollen jetzt aber die Zeit nutzen um wieder zurückzukommen auf die Finanzmärkte denn wir haben ja vorhin angesprochen das dritte Quartal ist vorbei also neun Monate des laufenden Jahres sind damit auch schon rum und zurzeit ist zwar die Stimmung gar nicht so gut an den Finanzmerkten Auch bei der DAX ist es auf dem tiefsten Stand zwar seit sechs Monaten trotzdem aber seit Jahresbeginn immer noch um elf Prozent in Plus.

00:16:50: Beim S&P-Five Hundred sind es um die zwölf Prozent.

00:16:53: Die Tech-Bird in Nest liegt sogar mehr als zwanzig Prozent im Plus.

00:16:57: und wenn man jetzt mal euren Global Internet Leaders vor anschaut, bei dem sind nach neun Monaten forty-fünf Prozent plus.

00:17:04: Wie ist diese Outperformance denn zustande gekommen?

00:17:06: Wenn man mal die wichtigsten Punkte rausgreift?

00:17:09: Ich glaube mit Sicherheit der wichtigste Punkt, der viele Märkte und auch gerade vielere Tech-Unternehmen aber auch ich sag mal einige andere größere skalierte Unternehmen beeinflusst, die vielleicht jetzt nicht auf den ersten Blick nur Tech-Unternehmen sind.

00:17:25: Dann ist es sicherlich die Antizipation großer Produktivitätsschube, die wir vor uns haben verursacht durch künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren, die zu Recht am Ende die Gewinnerwartungen dort beeinflußt.

00:17:43: Wir haben auch wenn man mal auf unser Portfolio guckt.

00:17:47: Einfach sehr, sehr starke Zahlen gesehen von vielen Unternehmen in den letzten neun Monaten und das eben ja von einer Ausgangslage wo wenn wir mal auf das letzte Quartal im Jahr zweiundzwanzig gucken die Stimmung extrem düster war auch für Technologie einfach getrieben natürlich im Wesentlichen noch vom Zins eher anstieg damals so dass man sagen muss es gibt einfach Inhaltlich viele positive Faktoren, wenn man jetzt auf die unterliegende Geschäfte in den nächsten Jahren guckt.

00:18:22: Und das nimmt die Börse an der Stelle natürlich vorweg und balanciert dies aber immer wieder mit Opportunitätskosten, die sich beispielsweise aus dem Zins jetzt ergeben.

00:18:34: Und es ist dann häufig so ich sag mir jetzt hat man ja wieder eine etwas schwächere Phase mal in den letzten Wochen gehabt was Technologie angeht Und da brauchst du jetzt neue Impulse an der Stelle und die könnten dann wiederum von den anstehenden Quartalsergebnissen beispielsweise, die wir im QIV vor uns sehen.

00:18:54: Genau!

00:18:54: Im dritten Quartal lief es nicht so gut bei dem Fonds auch.

00:18:58: Wie kritisch gehst du damit dir selbst um?

00:19:00: Ärgerst du dich über irgendwelche Entscheidungen oder stehst du immer noch hinter den ganzen Käufen und Verkäufen?

00:19:06: Also im Grunde ist es so, ich glaube wir haben im dritten Quartal in den meisten unserer Fonds ein paar Prozent an der Stelle verloren.

00:19:16: Im FinTech-Fond haben wir auch im drittem Quartall noch zu legen können und angesichts der sich abzeichenden Zinserhöhungen bzw.

00:19:30: der Änderung bei den langfristigen In Zinsen würde ich sagen, ist es moderat im Rahmen dessen was sich eben aus diesen eher markobezogenen Daten ergeben hat.

00:19:44: Es gibt natürlich im Quartal immer wieder wenn du ein Portfolio hast von etwa dreißigvierzig Aktien dann werden einige Entscheidungen die du da triffst sicherlich immer gut sein und andere immer schlecht.

00:19:59: Und insofern, ich würde sagen das dritte Quartal war jetzt, ich sag mal, zweite Quartale war super stark.

00:20:03: Das dritte Quadral war jetzt kein, ich sage mal besonders gutes Quartall für uns aber auch für die Märkte für unser Umfeld insgesamt keins was jetzt dramatisch nach oben oder nach unten ging.

00:20:18: Ich würde sagen dass es für uns wichtigste ist, dass unsere Unternehmen operativ startgeperformance zeigen weil das ist das was wir noch am ehesten selber natürlich durch unser Stockpicking und durch unsere Beobachtung dieser Unternehmen in den Händen haben.

00:20:33: Und da haben wir tatsächlich ein starkes drittes Quartal gesehen, bei eigentlich fast allen unseren wesentlichen Beteiligungen.

00:20:41: im Normalfall sollte sich dann eben wenn diese Unternehmen in die nächsten drei bis acht Wochen Zahlenreporten typischerweise wieder mit positiven Impulsen versehen werden.

00:20:54: Insofern gucken wir eigentlich darauf, viele Entscheidungen treffen wir wahrscheinlich vor allen Dingen dann wird wir in Unternehmen investiert sind die einfach keine Zahlen gute Zahlen vorbringen.

00:21:03: und ich sage mal das kommt auch vor.

00:21:06: aber zum Glück ist es die Trefferquote dort eigentlich auch jetzt in dem vorangegangenem Quartal ganz gut gewesen.

00:21:13: Wie ist das überhaupt für einen Formanager oder jetzt speziell für dich?

00:21:16: Du kannst nicht für alle Formanagers sprechen.

00:21:18: Natürlich, ist die Performance da so das wichtigste Kriterium?

00:21:21: also steigt deine Laune auch mit der Performance des Horses?

00:21:25: Ich würde sagen es ist durchaus.

00:21:28: wir machen das ja mit sehr viel Passion hier in der Stelle Und es ist jetzt sicherlich nichts, was zu tagesaktuellen Schwankungen oder so führt.

00:21:39: Aber ich würde sagen wenn wir unseren Job gut machen und die richtigen Entscheidungen treffen und dadurch natürlich auch

00:21:46: für

00:21:47: uns und unsere Anleger dort gute Erfolge erzielen dann ist das auf jeden Fall etwas, was ja ich sage mal was uns mehr Spaß macht als der andere wie ich und muss ja auch sagen wir haben ja auch ganz viele unserer Freunde, unsere Familien sind in die Force investiert.

00:22:05: Und da will man natürlich einfach starke Ergebnisse erzielen wie jeder in jedem anderen Job.

00:22:11: und ich würde so insofern sagen es hat auf jeden Fall einen Einfluss und genau aber jetzt nicht in dem Sinne dass man dort irgendwelchen Mikroschwankungen sich unterwerfen sollte.

00:22:21: Aber ich sag mal wenn wir jetzt über einen längeren Zeitraum keinen guten Job machen dann beeinflusst das auf jeden fall auch meine Laune.

00:22:31: Dann hoffen wir, dass sie weiter gut bleibt.

00:22:33: Stichwort Zeitraum ist ein ganz gutes Stichwort, denn wir wollen auch noch eine Änderung hier kurz vermelden für die Hörer.

00:22:39: Denn werden Sie angekündigt, das wir uns so ein bisschen in das Format nochmal angucken und jetzt sind wir zu dem Punkt gekommen, dass wir nicht mehr alle zwei Wochen eine neue Folge aufnehmen sondern alle vier Wochen.

00:22:50: Woran liegt es denn?

00:22:52: Also wir haben uns gesagt, dass wir wahrscheinlich in dem Format monatlich den besten Kompromiss haben zwischen.

00:22:59: wir geben sehr regelmäßig auch einigermaßen zeitnah jeweils unseren Anlegern und den Interessierten.

00:23:06: ein Update, wie es im Portfolio aussieht.

00:23:09: Wie es an den Märkten aussieht?

00:23:11: Wie bestimmte längerfristig relevante Themen sich entwickeln.

00:23:16: auf der anderen Seite wollen wir nicht irgendwo das tägliche Börsengeschehen kommentieren.

00:23:22: Da gibt's natürlich schon viele Blogs die das beziehungsweise Podcast machen und ich sage mal jede zwei Prozent hoch oder runter Bewegung zu einzelnen Unternehmen dort ins ich sag mal aus einer Newslage ins Visier erfassen und wir glauben, dass wir mit einem monatlichen Rhythmus eigentlich uns sehr gut und intensiv vielleicht auch dann etwas länger den wesentlichen Themen widmen können.

00:23:47: Und gleichzeitig werde ich auf der anderen Seite eben auch verstärkt noch einmal in externem Podcast wirken wie jetzt ja zuletzt mal länger auch beim Alles auf Aktien-Podcast von der Welt Redaktion.

00:24:01: Ein paar weitere werden dort noch folgen und wir glauben, dass wir damit dann eine gute Kombination haben zwischen unserem eigenen Backers Bets Podcast und eben auch der Wahrnehmung von Terminen mit anderen Podcasts und Medien.

00:24:16: Und dennoch werdet ihr hier Jan am regelmäßigsten hören.

00:24:19: Deswegen ganz wichtig, wenn es noch nicht gemacht habt aktiviert die Glocke abonniert uns dann werdet immer sofort informiert Wenn eine neue Folge da ist dann braucht euch gar keine Gedanken machen, wann die nächste Folge kommen sondern ihr werdet dann natürlich sofort Informiert.

00:24:32: und außerdem nochmal der Hinweis schickt uns gerne eure Fragen, die wir hier sehr gerne einbauen in den podcast Themenwünsche, Kritik, Hinweise, Feedback.

00:24:41: Alles einfach schicken per E-Mail an beckersminusbetts at financeforward.com und wenn ihr uns abonniert hat dann bewertet uns doch auch gleich bitte auf der Plattform eurer Wahl.

00:24:53: das war es für heute Jan.

00:24:54: vielen Dank für deine Einschätzung und bis zum nächsten Mal

00:24:57: sehr gerne dann auf bald.

00:25:04: dieser Podcast wird euch präsentiert von Bit Capital und Finance Forward.

00:25:09: die Produktion sowie die redaktionelle Verantwortung liegen bei der POTSTARS GmbH.

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